weltkehrt – Erfahrungen von Anna Kunze

Ich bin Anna Kunze, eine 21 Jährige wohnhaft in Dresden. Mit 13 Jahren entwickelten sich bei mir verschiedene psychische Erkrankungen, die schlussendlich in einen Suizidversuch mündeten. Danach war ich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der PIA dieser Klinik und verschiedenen ambulanten Psychotherapeuten.
Im Jahr 2012 begann dann das psychotische Crescendo, welches sich bis Herbst 2014 aufschaukelte und in einer achtmonatigen Unterbringung endete.
Seitdem werde ich erneut in einer PIA behandelt. Dennoch kam es immer wieder zu Rückfällen und Krankheitsschüben. Meine Diagnosen sind schwere rezidivierende Depression und paranoide Schizophrenie.
Ich bin eine von vielen Psychiatrie-Erfahrenen, was auch meine Arbeit in der Selbsthilfe begründet. Unter anderem bin ich tätig im Selbsthilfenetzwerk für seelische Gesundheit und bei EX-IN LV Sachsen e.V.

Ich hätte mir während meines langen Aufenthalts eine Genesungsbegleiterin gewünscht. Leider gab und gibt es diese bisher nicht in meiner behandelnden Klinik. Deswegen bin ich Teil des EX-IN Vereins, denn ich möchte erreichen, dass Peer-Consultants in Sachsen stärker gefördert werden.

Mir hätte ein EX-IN-Begleiter geholfen, indem er mir meine Krankheit erklärt, an meiner Seite ist bei Fragen und Problemen und auch Angehörige über die Krankheit aufklärt. Das hätte wohl meine Ängste und Zweifel minimiert, denn ich war, vor allem auf der geschlossenen Station, auf mich selbst gestellt. Weder ich noch meine Angehörigen, dabei hauptsächlich mein Freund und meine Eltern, wussten von dem Ausmaß einer schweren psychischen Erkrankung. Ein Genesungsbegleiter hätte unsere Sorgen anhören können und uns Empfehlungen für den weiteren Verlauf geben können.

Da ich von dem Konzept von EX-IN überzeugt bin, engagiere ich mich bei der Gründung des EX IN Vereins. Ich möchte meine Erfahrungen nutzen, um anderen Betroffenen zur Seite zu stehen. Dabei möchte ich zuhören, beraten und, so gut es geht, Ängste und Sorgen nehmen.

Davon bin ich überzeugt.

Seit 2015 schreibt Anna Kunze auf weltkehrt  über ihr Leben mit psychischen Erkrankungen. Dort finden Sie auch den Kontakt.

Ein Kommentar:

  1. Hallo Anna,

    den Ärzten mit ihrer umstrittenen Schulmedizin kann man nicht immer trauen, denn Psychopharmaka mit ihren Nebenwirkungen ist auf die Dauer schädlich und kann zerstörend wirken. Vorübergehend können sie aber helfen. Das ist meine Erfahrung.
    Außerdem ist es nicht immer gesagt das eine sogen. Schizophrenie vorherrscht wenn man Stimmen hört. Wer Jesus Christus kennt und die Bibel gelesen hat, der weiß Stimmen zu unterscheiden. Ich glaube das jeder eine innere Stimme hat, wenn er darauf hört. wenn er in sich geht. Durch Meditation kann man z.B. Gottes Stimme hören. Wenn man durch negative Erlebnisse schlecht drauf kommt, kann es passieren das man eher den negativen Stimmen zuhört. Freunde Bekannte und sogar engste Familienangehörige können einem negativ beeinflussen und eine negative geistige Verfassung auslösen aus der man alleine nicht mehr heraus kommt. Drogen und Alkohol kann natürlich auch eine Rolle spielen.
    Jesus Christus und andere Christen haben mir durch das Wort Gottes geholfen ein glückliches Leben zu führen.
    Denn also hat Gott die Welt geliebt, das er seinen eingeborenen Sohn gab auf das alle die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16 NT.
    mit freundlichen Grüßen
    John Amos

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