Qualifizierung zur Genesungsbegleitung – Ein Reisebericht von Karsta Kiss-Haußmann
Qualifizierung zur Genesungsbegleitung – Ein Reisebericht von Karsta Kiss-Haußmann
Schwere Depression verführt zur Ausweglosigkeit,
kraftlos um weitere Kämpfe zu führen,
Löcher, Rollen-los …
Wer bin ich? Was möchte ich?
… lange keine Antworten.
Verbinden, austauschen: „… schon gehört von EX-IN?“
Bisher nicht … googeln,
aufsteigende Tsunamiwelle, darauf gewartet, ein JA,
aufstehen, losgehen …
Alte Schule Niederpoyritz, März, Weihnachtsschmuck im Baum, später ergänzt von Blättern,
wohliger Ort,
Menschen mit Rucksäcken,
neugierige Zurückhaltung, schamvolle Angst,
Dozenten warmherzig, behutsames Kennenlernen,
SALUTOGENESE Modul 1:
Aufgaben ICH – DU – WIR,
erkennen, verstehen, fühlen.
Der April, Frühling, EMPOWERMENT …
Mai, der alles neu macht: ERFAHRUNG UND TEILHABE, Netzwerkkarte, viel ICH – DU – WIR,
lachen, teilen, austauschen, weiter erkennen, verstehen …
Juni, RECOVERY, ja, ganz genau: Hoffnung macht Sinn,
Diagnosen stellen sich vor: schwer, jammern, zweifeln, aufgefangen werden,
Spaziergang an der Elbe, das Leben ist lebenswert …
TRIALOG zur Genesungsbegleitung: spannend, auch für Gäste,
SELBSTERFAHRUNG/-ERFORSCHUNG: Rollenspiele, eintauchen, erkenne mich immer mehr.
August, Sommer, FÜRSPRACHE: viel Theorie, Sommersprossen in der Pause tanken.
September, ASSESSMENT: verinnerlichte und gelernte Denkflüsse verändern, Kreativität stimulieren,
Kraft kommt, viele JA´s zu mir.
BERATEN UND BEGLEITEN im herbstlichen Oktober, Weihnachtsschmuck hängt noch im Baum,
Heldenreisen, Lebensgeschichten werden geteilt,
Vertrauen, mein Ordner füllt sich, wertvolles Material,
Portfolio wird bunter: Wachstum, verstehen, hinterfragen, reflektieren, Konflikte, Dramadreiecke, Supervisionen, Wut, aktive innere Kinder, Hilflosigkeit, zurückkommen.
Der November grau, KRISENINTERVENTION: schwer, viele Süßigkeiten.
Ein neues Jahr, wiedersehen mit Freude und Herzlichkeit bei LEHREN UND LERNEN.
Und ganz plötzlich, viel zu schnell ABSCHLUSSPRÄSENTATION:
angstvoller Mut, laute Musik die für sich spricht, Familie die zuschaut, Tränen,
zitternd geschafft, Jubel, Freude, Dankbarkeit, FEIERN …
Eine Reise, gefühlt wie drei Jahre Therapie, ist zu Ende und geht trotzdem weiter.
Und der Weihnachtsschmuck hängt noch im Baum …