Qualifizierung zur Genesungsbegleitung – Ein Reisebericht von Karsta Kiss-Haußmann

29. Juli 2026 Aus Von Katja Rohleder

Qualifizierung zur Genesungsbegleitung – Ein Reisebericht von Karsta Kiss-Haußmann

Schwere Depression verführt zur Ausweglosigkeit,

kraftlos um weitere Kämpfe zu führen,

Löcher, Rollen-los …

Wer bin ich? Was möchte ich?

… lange keine Antworten.

Verbinden, austauschen: „… schon gehört von EX-IN?“

Bisher nicht … googeln,

aufsteigende Tsunamiwelle, darauf gewartet, ein JA,

aufstehen, losgehen …

Alte Schule Niederpoyritz, März, Weihnachtsschmuck im Baum, später ergänzt von Blättern,

wohliger Ort,

Menschen mit Rucksäcken,

neugierige Zurückhaltung, schamvolle Angst,

Dozenten warmherzig, behutsames Kennenlernen,

SALUTOGENESE Modul 1:

Aufgaben ICH – DU – WIR,

erkennen, verstehen, fühlen.

Der April, Frühling, EMPOWERMENT …

Mai, der alles neu macht: ERFAHRUNG UND TEILHABE, Netzwerkkarte, viel ICH – DU – WIR,

lachen, teilen, austauschen, weiter erkennen, verstehen …

Juni, RECOVERY, ja, ganz genau: Hoffnung macht Sinn,

Diagnosen stellen sich vor: schwer, jammern, zweifeln, aufgefangen werden,

Spaziergang an der Elbe, das Leben ist lebenswert …

TRIALOG zur Genesungsbegleitung: spannend, auch für Gäste,

SELBSTERFAHRUNG/-ERFORSCHUNG: Rollenspiele, eintauchen, erkenne mich immer mehr.

August, Sommer, FÜRSPRACHE: viel Theorie, Sommersprossen in der Pause tanken.

September, ASSESSMENT: verinnerlichte und gelernte Denkflüsse verändern, Kreativität stimulieren,

Kraft kommt, viele JA´s zu mir.

BERATEN UND BEGLEITEN im herbstlichen Oktober, Weihnachtsschmuck hängt noch im Baum,

Heldenreisen, Lebensgeschichten werden geteilt,

Vertrauen, mein Ordner füllt sich, wertvolles Material,

Portfolio wird bunter: Wachstum, verstehen, hinterfragen, reflektieren, Konflikte, Dramadreiecke, Supervisionen, Wut, aktive innere Kinder, Hilflosigkeit, zurückkommen.

Der November grau, KRISENINTERVENTION: schwer, viele Süßigkeiten.

Ein neues Jahr, wiedersehen mit Freude und Herzlichkeit bei LEHREN UND LERNEN.

Und ganz plötzlich, viel zu schnell ABSCHLUSSPRÄSENTATION:

angstvoller Mut, laute Musik die für sich spricht, Familie die zuschaut, Tränen,

zitternd geschafft, Jubel, Freude, Dankbarkeit, FEIERN …

Eine Reise, gefühlt wie drei Jahre Therapie, ist zu Ende und geht trotzdem weiter.

Und der Weihnachtsschmuck hängt noch im Baum …